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Dr. Julius Mueller, PD Dr. Arthur Schmidt - Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung für Innere Medizin II

Sequenzen:

Sequenz 1

Es handelt sich um einen 83 Jahre alten männlichen Patienten mit einem großen, die halbe Zirkumferenz einnehmenden tubulären Adenom im mittleren Rektum. Das Adenom wurde als lateral spreading tumor mit der Spezifizierung nodular mixed mit sowohl nodulären als auch granulären Anteilen klassifiziert. Histopathologisch wurde bereits extern die Diagnose einer niedriggradig differenzierten intraepithelialen Neoplasie gestellt. Endosonographisch, sowie in einem MR des Beckens zeigte sich präinterventionell weder eine Infiltration der Muscularis propria noch eine Lymphknotenvergrößerung. Aufgrund von Alter und Komorbiditäten des Patienten wurde die Entscheidung zu einer endoskopischen piece-meal Resektion getroffen.

Sequenz 2

Nach ausführlicher Inspektion und Darstellung des Befundes erfolgte die Unterspritzung mit Suprarenin und Toluidinblau.

Sequenz 3

Daraufhin wurde eine endoskopische Mukosaresektion durchgeführt. Nach Erfassung der unterspritzten Adenomanteile mit einer monophilen Schlinge wurden die oberflächlichen Schleimhautschichten Stück für Stück unter Verwendung von Hochfrequenzstrom abgetragen. Dabei wurde von distal nach proximal gearbeitet, um einzelne Schleimhautinseln zu vermeiden

Sequenz 4

Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt. Lediglich abzutragende Anteile wurden selektiv unterspritzt und direkt anschließend reseziert.

Sequenz 5

Zur Anwendung kamen kleine monophile Schlingen mit einem Durchmesser von 15- 25 mm. Der Vorteil liegt darin, dass die unterspritzten Anteile besser greifbar sind und auch das Perforationsrisiko geringer ist als bei der Verwendung größerer Schlingen.

Sequenz 6

Die abgetragenen Adenomanteile wurden daraufhin zur weiteren histopathologischen Aufarbeitung transanal geborgen.

Sequenz 7

Kleinere Blutungen wurden noch während der Resektion mit Hilfe der Koagulationszange gestillt. (3:12-3:30) Zudem erfolgte die Applikation einiger Clips zur Hämostase. Dadurch konnten makroskopisch alle Blutungsquellen gestillt werden.

Sequenz 8

Für schlecht zugängliche Adenomanteile kann es hilfreich sein eine transparente Abstandskappe zu verwenden.

Sequenz 9

Zur Rezidivprophylaxe wurde abschließend eine snare tip Koagulation des Absetzungsrandes durchgeführt. Das Adenom konnte makroskopisch komplett abgetragen werden. Histopathologisch ergab sich der Nachweis eines rektalen Frühkarzinoms. In Anbetracht des Alters und der Komorbiditäten wurde gemeinsam mit dem Patienten die Entscheidung zu einem konservativen Vorgehen nach dem best supportiv care Konzept getroffen.

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