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Will, Uwe und Masaryk, Viliam - Klinik für Innere Medizin III (Gastroenterologie, Hepatologie und Allgemeine Innere Medizin), SRH Wald-Klinikum Gera

Sequenzen:

Videosequenz 1

Die Gallenblasenperforation mit Konkrement“entleerung“ in die Bauchhöhle ist eine mögliche Komplikation bei der Cholezystektomie. Es können hierdurch Spätkomplikationen auftreten, insbesondere eine Abszessbildung. In der Abdomen-Sonographie fiel ein subphrenischer Abszess am linken Leberlappen mit einem Durchmesser von 5 cm auf. Es wurde eine Sonographie-gestützte perkutane Pigtail-Drainage des Abszesses in Freihandtechnik durchgeführt.
Unter der Antibiotikatherapie und regelmäßigen Spülung kam es zur Regredienz des Befundes und der Patient wurde nach Entfernung der Drainage entlassen. Der Befund wurde als Spätabszess nach vorheriger gangränöser Cholezystitis gewertet.

Videosequenz 2

Zwei Monate später kam es zum Abszessrezidiv. Es erfolgte eine erneute Sonographiegestützte perkutane Pigtail-Drainage. Dabei kam es zu einer Fehllage der Drainage mit Lage der Drainagespitze im linken Leberlappen. Nach Gabe von Kontrastmittel als Kontrolle der Drainagelage kontrastierte sich die linke Lebervene. Über eine zweite Drainage wurde der Abszess nunmehr drainiert. Diese Drainage dislozierte nach 4 Tagen spontan, die im linken Leberlappen fehlliegende Drainage wurde später entfernt.

Videosequenz 3

Im Verlauf wurde daraufhin eine endosonographisch geführte, transgastrische Drainage des Abszesses mittels „lumen-apposing metal stent“ (LAMS) (Hot-AXIOSTM-Stent) platziert. Dabei fiel nach Kontrastmittel-Applikation eine ovale Aussparung wie bei einem Fremdkörper auf. Zwei Tage später erfolgte eine Ballondilatation des Hot-AXIOSTM-Stents auf 20 mm und nach Passage mit dem Endoskop über den Stent war ein verbliebenes Gallenblasenkonkrement in der Abszesshöhle zu finden. Das Konkrement wurde mittels Dormia-Körbchen extrahiert. Hierbei wurde auch der Hot-AXIOSTM-Stent entfernt und die Drainage der Abszesshöhle wurde mittels zwei Doppelpigtailprothesen gesichert.

Videosequenz 4

Seitdem war der Patient beschwerdefrei mit sukzessiver Stabilisierung des AZ und Abfall der Entzündungsparameter. Zwei Monate später wurden die Prothesen endoskopisch entfernt. Mittlerweile sind über mehr als 6 Monate keine weiteren Auffälligkeiten zu verzeichnen.

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