suchen
Generic filters

Neuroendokrine Magentumoren

Stefan Groth und Thomas Rösch, Hamburg

Unter den submukösen Tumoren im Magen stellen die neuroendokrinen Tumoren (NET) eine spezielle Gruppe da die, die zusätzlich die histologische Untersuchung der neben gelegenen Magenschleimhaut zur Klassifikation der NET Strichtypen notwendig macht.

Entsprechend gibt es 3 verschiedene Kategorien von Magen-NETs wobei Typ I der bei weitem häufigste ist; hier kommen die Läsionen meist multipel vor und sind vorwiegend klein.

TypMagenpathologie/Assoz.Malignes Potential
Typ Iatrophische Korpusgastritissehr niedrig, selten low-grade maligne
Typ IIMEN-Ibis zu 30%
Typ IIIkeine (sporadischer Typ)häufig (50-100%)

Ihr endoskopisches Aussehen korreliert aber nicht direkt mit der oben genannten Typen Einteilung.

Nicht selten haben sie ein rötliches und/oder villöses Oberflächenmuster; gelegentlich können sie sogar fast wie ein flaches Adenom aussehen (Abbildung 1),  sie können aber auch ein fleischige oder glasiges Oberflächenmuster aufweisen (Abbildung 2a), teilweise mit sichtbarer Rötung oder vaskulären Strukturen (Abbildung 2b).

Gelegentlich zeigen sie oberflächliche fibrinöse Erosionen (Abbildung 3, hier ist ebenso das Gefäßnetzwerk gut zu sehen), das gelegentlich auch zu Spontanblutungen führen kann (Abbildung 4).

Manche Magen-NETs sehen dagegen wie „normale“ submuköse Tumoren mit glatter Oberfläche aus (Abbildung 5, mit leichter zentraler Einsenkung und ebenfalls gut sichtbarem vaskulären Netzwerk), andere haben ein Aussehen ähnlich einem ausgedehnten oberflächlichen Adenom (Abbildung 6) oder wirken wie ein aberrantes Pankreas (Abbildung 7; Lokalisation allerdings nicht im Antrum).

Weiterhin ist charakteristisch, daß Typ I Läsionen oft multipel vorkommen (Abbildung 8).

Ausgewählte Literatur

Sato Y, Hashimoto S, Mizuno K, Takeuchi M, Terai S. Management of gastric and duodenal neuroendocrine tumors. World J Gastroenterol. 2016 Aug 14;22(30):6817-28.

La Rosa S, Vanoli A. Republished: gastric neuroendocrine neoplasms and related precursor lesions. Postgrad Med J. 2015 Mar;91(1073):163-73

Ähnliche Beiträge

Scroll to Top